A Tännschen please: grüne Weihnachten mit dem Keinachtsbaum

Bild von Keinachtsbaum

In genau 88 Tagen ist wieder Weihnachten. Dominosteine, Spekulatius und Glühwein versüßen die Vorfreude – und der Blick auf einen schönen, grünen Tannenbaum. Das heiß geliebte Traditionsstück ist jedoch alles andere als nachhaltig. 30 Millionen Weihnachtsbäume werden in Deutschland pro Jahr verkauft. Der Anbau verbraucht viel Fläche, Düngemittel und Pestizide und rund ein Drittel der gefällten Bäume werden aufgrund der Optik erst gar nicht verkauft und noch direkt auf der Plantage geschreddert. Doch es gibt Alternativen – zum Beispiel den Keinachtsbaum aus Osnabrück.

Ständer statt Stamm

Der Keinachtsbaum ist ein Weihnachtsbaum, der genau genommen keiner ist, sondern aus einem modularen Ständer aus FSC-zertifiziertem Eschenholz besteht, der mit echten Tannenzweigen bestückt wird. Der modulare Träger wird aus 9 Stücken zusammengeschraubt und enthält kleine Löcher zum Einstecken des Tannengrüns. Die Tannenzweige sind beim Weihnachtsbaumhändlern oder Floristen erhältlich, die oft froh sind, das als Ausschuss deklarierte Grün, loszuwerden. Der Baum ist also nicht nur nachhaltig, sondern auch ein ganzes Stück individuell. Nach der Saison kann der Ständer abgebaut und bis zum nächsten Jahr verstaut werden.

Natürliche Alternativen

Hinter dem Keinachtsbaum steht Nico Stisser, der durch seinen kleinen Sohn auf die Idee kam. Nach den ersten heimischen Versuchen tat Nico sich mit einem befreundeten Schreiner zusammen und entwickelte schließlich das finale Modell des Keinachtsbaums. Dem Gründer ist wichtig, dass sich ein größerer Markt für Tannengrün etabliert und natürlichere Alternativen aktuelle Monokulturen ablösen, denn das System des Keinachtsbaums ist auch für die Erzeuger des Tannengrüns nachhaltiger. Die Nutzungsdauer und der Ertrag eines Baumes ist nämlich höher, wenn immer nur einige Zweige entnommen werden.

Unterstütze den Keinachtsbaum

Bis Ende dieser Woche läuft noch eine Crowdfunding-Kampagne für den Keinachtsbaum. Damit finanziert das Start-up die bald startende Serienproduktion, damit die ersten 999 Keinachtsbäume zum Weinachtsfest 2020 in heimischen Wohnzimmern an den Start gehen können. Weitere Infos und den Link zur Crowdfunding-Kampagne gibt es hier:

Almut Weigel

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