6 hilfreiche Tipps für eine gelungene Steuererklärung

Jedes (Sozial-) Unternehmen ist verpflichtet, zu jedem Geschäftsjahr eine Steuererklärung abzugeben. Welcher Art diese Steuererklärung ist, das hängt von der Rechtsform des Unternehmens ab: Während Einzelunternehmen eher überschaubare Formen der Steuererklärung abgeben müssen, ist der Aufwand für Kapitalgesellschaften wie GmbHs oder AGs etwas komplexer. Die Experten der GAAP GmbH (www.gaap-gmbh.de) haben im Folgenden die wichtigsten Faktoren für angehende Existenzgründer zusammengestellt.

Im Rahmen der jährlichen Steuererklärung lassen sich sämtliche Ausgaben anrechnen, die im Laufe des Jahres für die Arbeit des Unternehmens gemacht wurden. Das umfasst neben Personalkosten auch die Anschaffung von Technik und Material, Reisekosten, Fahrtkosten, Versicherungskosten, die Inanspruchnahme von Dienstleistungen wie Unternehmensberatung oder Weiterbildung, Werbungskosten sowie Aufwendungen für die Büroeinrichtung und Catering-Ausgaben.

Die wichtigsten Faktoren bei der Steuererklärung

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt, um den allgemeinen Aufwand für die jährliche Steuererklärung so gering wie möglich zu halten:

    1. Statt eines einmaligen Mammutprojekts zum Jahresende hin sollten Sie kontinuierlich für die notwendige Datensammlung für die Steuererklärung sorgen. So sollten sowohl die absetzungsfähigen Ausgaben wie auch Lohnsteuer-Beträge und Gewinnsummen so erfasst werden, dass sie für die Steuererklärung kurzfristig und schnell abrufbar sind.

 

    1. Steuererklärungen müssen bis zum 31.12. eines Jahres jeweils für das Vorjahr eingereicht werden. Spätestens im Oktober sollten Sie deshalb alle relevanten Daten zusammenstellen und bearbeiten.

 

    1. Bei guter Gewinnlage: Vereinbaren Sie mit dem Finanzamt eine vierteljährliche Einkommens- oder Gewerbesteuer-Vorauszahlung. Auf diese Weise legen Sie sich gewissermaßen ein Guthaben an, aus dem dann die Steuer gezahlt wird. So lässt sich vermeiden, dass zum Jahresanfang plötzlich empfindlich hohe Summen aus dem Firmenetat gezahlt werden müssen.

 

    1. Geben Sie die Steuererklärung in die Hände eines Fachmannes – entweder eines Steuerberaters im eigenen Hause oder eines Dienstleisters.

 

    1. Um die zu versteuernde Summe zu senken, legen Sie geplante Investitionen auf das Jahresende: So schaffen Sie sich noch im laufenden Jahr absetzbare Ausgaben, wenn die Gewinn-Situation es erlaubt – und müssen weniger Steuern zahlen.

 

  1. Vermeiden Sie häufige Fehler, wie nicht sorgsam geführte Fahrtenbücher oder nicht-zuordenbare Ausgaben. Jede Ausgabe muss einem genauen Zweck zugeordnet werden.

Die optimale Buchführung

Ein wichtiger Faktor bei der Erstellung der jährlichen Steuererklärung ist die Form der Buchführung, die ein Unternehmen wählt. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: zum einen die Einnahmen-Ausgaben-Berechnung und zum anderen die doppelte Buchführung. Die Einnahmen-Ausgaben-Berechnung eignet sich vor allem für Freiberufler sowie kleine Unternehmen. Dabei werden einfach die Belege für die Unternehmensausgaben gesammelt, was im Rahmen der monatlichen oder vierteljährlichen Umsatzsteuervoranmeldung ohnehin schon passiert. Hinzu kommen noch Abschreibungen, Reisekosten sowie Versicherungs- und Fahrtkosten. Diesen Ausgaben gegenüber gestellt werden die Einnahmen über den gleichen Zeitraum – und daraus berechnet sich das so genannte Jahresergebnis und die Steuerschuld.

Für viele Gewerbetreibende und große Unternehmen hingegen ist die so genannte doppelte Buchführung verpflichtend. Aus dieser wird der Jahresabschluss berechnet. Dieser umfasst die Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung. Im Grunde geht es bei dieser Art der Buchführung darum, jeden finanziellen Geschäftsvorfall – ob Investition oder Einnahme – zweimal zu verbuchen: einmal in zeitlichem und einmal in sachlichem Zusammenhang.

Der Unterschied zeigt sich zum Beispiel bei der Rechnungslegung: Bei der Einnahmen-Ausgaben-Berechnung wird eine Rechnung erst dann verbucht, wenn sie tatsächlich bezahlt wurde – und nicht, wenn sie gestellt wurde. Bei der doppelten Buchführung hingegen wird sie in dem Moment erfasst, wo sie gestellt wurde – und für den Fall, dass sie bis Jahresende nicht bezahlt wurde, als Übertrag ins nächste Geschäftsjahr mitgenommen.

Von der Rechtsform bis zur Buchführung: Wie komplex und aufwendig die Steuererklärung für ein Unternehmen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Wer sich hier mit fachkundiger Unterstützung die idealen Rahmenbedingungen für sein individuelles Geschäftsmodell schafft, kann langfristig davon profitieren.

11 Kommentare zu "6 hilfreiche Tipps für eine gelungene Steuererklärung"

  1. Danke für die vielen Tipps, wie ich eine Steuererklärung mache.

    Da ich beruflich aber sehr viel unterwegs bin, schaffe ich es wohl nicht zeitlich die Steuererklärung fertig zu machen. Aus diesem Grund habe ich mich auf die Suche nach einem Anbieter gemacht.

  2. Es gibt wirklich sehr viele Dinge, die man bei einer Steuererklärung beachten muss.

    Ich führe ein Unternehmen und benötige Unterstützung bei der Steuererklärung. Daher habe ich mich auf die Suche nach einem wirtschaftsprüfer gemacht.

  3. Guten Tag,
    bisher hat die Steuererklärung ausgereicht. Da mein kleines Unternehmen etwas größer wird, muss ich nun auch an die Erstellung einer Bilanz denken. Machen das alle Steuerberater oder nur die, die es in ihren Leistungskatalog schreiben?

  4. Vielen Dank für diese hilfreichen Tipps zur Steuererklärung. Man könnte wirklich schon im Laufe des Jahres alle Daten sammel und gut aufbewahren, statt mit viel Stress alles auf einmal versuchen zu schaffen. Ein Steuerberater könnte auch für viele in Frage kommen, wenn man das Gefühl hat dass man es nicht alleine schafft.

  5. Vielen Dank für die Steuertipps! Ein Freund hat sich nämlich vor 2 Monaten mit seinem Bike-Service selbstständig gemacht und zählt jetzt auf meine Buchhaltungskenntnisse. Danke vor allem für die Bestärkung darin, einen professionelle Steuerberatung zu nutzen. Werde ich gleich mal weiterleiten.

  6. Ich möchte mich von einem Steuerberater beraten lassen und wollte wissen, bis wann ich Zeit habe, um alle meine Daten zusammenzustellen. Danke für die hilfreiche Info, ich wusste nicht, dass ich spätestens im Oktober alle relevanten Daten zusammenstellen und bearbeiten soll.

  7. Wir dürfen auch nicht die Lichtwerbung vergessen, wenn es an das Gründen geht. Bei Unternehmen funktioniert die Werbung unterschiedlich. Man sollte die Funktion bei der gezielten Kundenansprache nicht vernachlässigen.

  8. Hallo und vielen Dank für diesen hilfreichen Beitrag zur Steuererklärung. Eine gute Idee, kontinuierlich Daten zu sammeln, anstatt zum Jahresende eine Riesenarbeit zu haben. Mein Nachbar hat neulich mit uns darüber geredet, eine Steuerberatungsgesellschaft mit seiner Steuererklärung zu beauftragen. Mal sehen, ob er sich wirklich dafür entschieden hat.

  9. Danke für die Tipps zur Steuererklärung! Meine Schwester hat mich nämlich um Unterstützung für ihr kleines Schreibbüro gebeten. Zusammen wollen wir dann alles ordnen. Ist es eigentlich sinnvoller bei Fragen zu einem Steuerberater oder zu einem Wirtschaftsprüfer zu gehen? Das ist mir noch unklar. VG

  10. Ein guter Tipp ist die Steuererklärung in die Hände eines Fachmannes zu geben. Ich habe mich für einen Steuerberater noch vor der Gründung meiner Firma entschieden und habe es nie bedauert. Ich bin sicher, dass meine Finanzen in Ordnung sind und es keine Fehler in den Dokumenten gibt.

  11. Halte den Tipp zur Planung von nötigen Investitionen auf das Jahresende für sehr klug! Damit könnten ja zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: die Steuern optimiert und die die nötigen Sanierungen ausgeführt.

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