5 Gründe, warum das Content-Marketing für Startups nachhaltig ist

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Das Marketing-Budget in einem Startup ist oftmals begrenzt. Dennoch ist eine Investition in die Vermarktung eines jungen Unternehmens von äußerster Bedeutung. Aus diesem Grund müssen unterschiedliche Investitionsausgaben gegeneinander abgewogen werden. Dabei stehen auch im Marketing kurzfristige und langfristige Ziele in direkter Konkurrenz.

Trotz der geringeren kurzfristigen Relevanz des Content-Marketings, kann es durch seine Nachhaltigkeit überzeugen. Denn diese Form des Marketings eignet sich hervorragend, um langfristig Website-Besucher, Interessenten und potenzielle Kunden an das Unternehmen zu binden. In diesem Artikel möchte ich daher darauf eingehen, inwiefern das Content-Marketing als nachhaltige Methode für Startups genutzt werden kann.

Wie können Startups das Content-Marketing nutzen?

Das Content-Marketing eignet sich insbesondere für Startups, da die Einstiegsbarrieren relativ niedrig sind und dennoch wichtige Marketingziele erreicht werden können. Startups haben durch diese Form des Marketings nicht nur die Möglichkeit sich in einer bestimmten Nische als Experte zu positionieren, sondern auch das Vertrauen von potenziellen Kunden zu gewinnen. Zudem sollte die Effektivität dieser Methode beachtet werden. Denn laut Demand Metric kann mit dem Content-Marketing im Vergleich zu klassischen Marketingmethoden die 3-fache Anzahl an Leads generiert werden. Darüber hinaus ist das Content-Marketing bis zu 62% günstiger als das Outbound-Marketing. Für Startups, die auf ein begrenztes Budget setzen, ist das Content-Marketing somit ein optimaler Einstieg.

Content-Marketing bezieht sich heutzutage besonders auf hochwertige Webinhalte, die detailgenau auf die Zielgruppe zugeschnitten werden. Die erstellten Inhalte müssen daher nicht nur ausführlich recherchiert werden, sondern sich auch als nützlich, informativ oder unterhaltsam für den potenziellen Kunden erweisen. Um das Content-Marketing effektiv umzusetzen, können die Webinhalte die Form von E-Books, Blogartikeln, Videos oder Infografiken annehmen. Der jeweilige Content kann dabei auf unterschiedliche Weise strukturiert werden. Die folgenden Strukturen werden in diesem Zusammenhang besonders oft angewendet:

  • Aktuelle Trends
  • How to Guides
  • Gebrauchsanleitungen
  • Checklisten
  • Detailliertes Branchenwissen

Darüber hinaus spielt auch die wirksame Veröffentlichung der Inhalte eine große Rolle. Die Inhalte sollten daher nicht nur auf der eigenen Website dargestellt werden. Auch die eignen Social-Media-Kanäle und der eigene Newsletter können ein sinnvolles Fundament sein, um auf den Content zu verlinken.

5 Gründe, die für die Nachhaltigkeit des Content-Marketings sprechen

1. Geringe Einstiegsbarrieren für junge Unternehmen

Das Content-Marketing weist relativ geringe Einstiegsbarrieren auf. Aus diesem Grund ist kein hohes Budget nötig, um erste Schritte zu tätigen. Da ein schneller Einstieg möglich ist, sollte keine Zeit verloren werden, um mit unterschiedlichen Content-Arten zu experimentieren.

Startups, die eine klare Vorstellung von ihrem Produkt / Service und ihrer Zielgruppe haben, sollten daher frühzeitig mit einer Entwicklung ihres Contents anfangen. Denn sichtbare Erfolge im Content-Marketing sind laut des Marketingexperten Neil Patel erst nach bis zu 9 Monaten sichtbar. Nach diesem notwendigen Aufwand erweist sich das Content-Marketing allerdings als nachhaltig.

2. Evergreen Content langfristig nutzen

Evergreen Content zielt darauf ab, auch nach mehreren Monaten oder Jahren nach der Erstellung relevant für die Website-Besucher zu sein. Aus diesem Grund werden beim Evergreen Content keine aktuellen Trends abgedeckt, da diese keine dauerhafte Relevanz aufweisen. Ein Blogartikel über die derzeitige Entwicklung in der Technologiebranche wird beispielsweise in wenigen Monaten veraltet sein – es handelt sich hiermit also nicht um einen Evergreen Content.

Obwohl ein derartiger Artikel durchaus sinnvoll sein kann, kann er nicht nachhaltig genutzt werden. Der Vorteil des Evergreen Contents liegt besonders darin, dass dieser nur einmalig erstellt werden muss und sein Wert langfristig steigt. Die Erstellung eines Evergreen Artikels ist somit eine nachhaltige Investition in Zeit und Geld.

3. Content erfolgreich umwandeln und wiederverwenden

Der englischsprachige Begriff ,,Content Repurposing“ bezieht sich darauf, ein bestehendes Content-Stück umzuwandeln, damit es wiederverwendet werden kann. Da dieser Begriff nur schwer greifbar ist, können einige Beispiele sinnvoll sein. Durch ,,Content Repurposing“ ist es möglich einzelne Blogposts ohne viel Aufwand in kurze Social-Media-Posts oder Newsletter-Inhalte umzuändern. Eine Reihe an Blogartikeln zu einem bestimmten Thema kann auch auf einfache Weise in ein E-Book oder eine Infografik umgewandelt werden.

Beim ,,Repurposing“ sollte stets darauf geachtet werden, dass die ausgewählten Inhalte bereits erfolgreich sind und langfristig aktuell bleiben. Insgesamt eignet sich das ,,Content Repurposing“ somit für eine nachhaltige Nutzung der Webinhalte.

4. Positiver Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) sollte für Unternehmen weiterhin vorn großer Bedeutung sein. SEO besteht aus mehreren Teilbereichen, die allesamt einen großen Einfluss auf das Ranking einer Website haben. Das SEO ist laut Neil Patel wiederum auf qualitativen Content angewiesen. Das Content Marketing und SEO dürfen daher nicht isoliert betrachtet werden. Obwohl die Erstellung des Contents unter anderem dazu dient, das Vertrauen von Kunden zu gewinnen, sollte der Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung nicht vernachlässigt werden.

Ein Nebenprodukt des Content-Marketings ist somit ein nachhaltiger Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking. Und ein optimiertes Ranking erhöht in der Regel die Anzahl und die Verweildauer der organischen Website-Besucher. Diese Anzeichen geben Suchmaschinen wie Google wiederum ein starkes Qualitätssignal, welches sich erneut positiv auf das Ranking auswirkt.

5. Content-Marketing im Vergleich zur Pay-per-Click-Werbung (PPC)

Mit einer Google Werbeanzeige oder Facebook Ads können Interessenten direkt auf die Website des Werbetreibenden gelenkt werden. Aufgrund der hohen Investitionskosten eignet sich die PPC-Werbung nur begrenzt für junge Start-ups. Denn jeder Klick auf eine Werbeanzeige verursacht Kosten für das Unternehmen, welche langfristig nur schwer tragbar sind. Zudem verschwindet auch die Werbeanzeige, sobald die Kampagne beendet ist. Da PPC-Kampagnen nur kurzfristig die Anzahl der Website-Besucher unterstützen, handelt sich daher nicht um eine nachhaltige Strategie.

Das Content-Marketing setzt dagegen auf Inhalte, die nur einmalig erstellt werden müssen. Im direkten Vergleich zur PPC-Werbung ist eine Investition in das Content-Marketing langfristig somit weitaus kostengünstiger. Wie lange der Content bestehen bleibt, wird vollständig durch den Verantwortlichen im Unternehmen bestimmt. Wer zeitlose Inhalte für die Zielgruppe erstellt, der kann somit langfristig von einem gleichmäßigen Strom an Website-Besuchern und Leads profitieren.

 

Über den Autor

Maxine Stiebler hat in diesem Jahr Contentartup gegründet und sich seither darauf spezialisiert Start-ups aus der Tech-Branche mit kundenspezifischen Web-Inhalten zu unterstützen.

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