Wie treiben Startups die Energiewende voran?

Energiewende

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09.09.2016 – Um einen erfolgreichen Übergang hin zu einem nachhaltigen und umweltverträglichen Energiesystem auf Basis von erneuerbaren Energien zu bewältigen, sind neue Geschäftsmodelle und Ansätze nötig. Startups nehmen dabei mit ihren innovativen Ideen eine wichtige Rolle ein.

So betont Andreas Kuhlmann, Geschäftsführer der dena (Deutsche Energie-Agentur), dass für die nächste Phase der Energiewende „frische Geschäftsideen“ benötigt werden. Der Moment für Startups sei nun günstig, da der Energiesektor sich im Umbruch befinde und erneuerbare Energien noch besser in bisherige Strukturen integriert werden müssten.

Breite Vielfalt

Startups sind in verschiedenen Bereichen tätig, wie bspw. in der Energieversorgung und Energiespeicherung, und nutzen ebenfalls verstärkt die Möglichkeiten der Digitalisierung um Online-Handelsplattformen zu betreiben oder durch Apps das Bewusstsein hinsichtlich Energienutzung und Energieeffizienz zu fördern.

Beispiele innovativer Startups

Das Startup Afrika GreenTec nutzt die Solarenergie um mobile Container, ausgestattet mit Solarzellen, in rurale Gebiete Afrikas zu bringen und schafft es neben der erfolgreichen Bereitstellung erneuerbarer Energie, auch eine positive soziale Wirkung und einen verbesserten Lebensstandard bei den umliegenden Einwohnern zu erzielen. Andere Unternehmen wie greenXmoney und ecoligo bedienen sich Handels- und Investmentplattformen, um Anlegern die Möglichkeit zu geben in Erneuerbare-Energie-Projekte zu investieren. Lumenaza wiederum versucht mit einer Software-Plattform Ökostrom-Produzenten und Verbraucher zu verkuppeln. Die Einbindung von Bürgern und Verbrauchern ist ein wichtiger Bestandteil, um die Wende weiter voranzutreiben. So ermöglichen z.B. die Bürgerwerke einer Vielzahl von (Bürger-)Energiegenossenschaften, Kunden in ihrer Region direkt mit grünem Strom zu beliefern, während Prosumergy Mietern von Mehrparteienhäusern hilft, Solarstrom vom eigenen Dach zu beziehen. Andere Startups, wie OEEX, die sich zurzeit noch in einer jungen Phase befinden, versuchen z.B. durch eine App das Energiesparen zu fördern und Verhaltensweisen in der Stromnutzung zu ändern. Zu den Jung-Startups zählt auch VoltStorage, die eine kühlschrankgroße Batterie entwickelt haben, die Solarenergie während des Tages von PV-Anlagen aufnimmt und es ermöglicht die gespeicherte Energie in der Nacht zu nutzen.

Grüne Zukunft

Startups werden auch künftig eine wichtige und wirkungsvolle Kraft sein, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu verbreiten. Wir dürfen gespannt sein, welche neuen Impulse und Geschäftsmodelle die Startup-Welt in Zukunft hervorbringen wird, um eine nachhaltige Energienutzung weiter voranzustoßen.

(Autor: Donato Pagano)

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  1. Warum die Energiewende Gründer braucht - Energieblog energynet - […] war der Beitrag schon länger, aber zusätzlich motiviert hat mich Social-Startups.de mit dem Beitrag „Wie treiben Startups die Energiewende…

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