Wasteforce sammelt Müll für Existenzgründer

wasteforceMittlerweile gibt es ja eine Menge an unterschiedlicher Crowdfunding-Plattformen. Traditionell funktionieren sie so, dass Interessenten ein Projekt oder eine Geschäftsidee mit einem kleinen finanziellen Beitrag unterstützen können. Im Gegenzug bekommt man anschließend, je nach dem wie groß der Beitrag war, ein kleines Geschenk oder eine andere Belohnung. Wasteforce (www.wastefo.de) geht nun einen Schritt weiter und verbindet Crowdfunding mit Recycling.

Unter dem Motto „Alter Krempel für neue Ideen“ sucht Wasteforce Menschen, die alte Technik im Keller stehen haben, welche eigentlich gar nicht mehr benötigt wird. Diese kann einfach an Wasteforce geschickt werden. Wasteforce selbst möchte die Geräte auf dem Zweitmarkt weiterverkaufen. Und Geräte, die nur noch für den Sperrmüll gedacht sind, will Wasteforce fachgerecht recyceln. Der komplette Erlös soll hierbei in Existenzgründer, Sozial engagierte oder gar Musiker fließen.

Doch ehe es so weit ist, hat sich Wasteforce seine eigenen Ziele in drei Phasen eingeteilt.

Phase eins. In der ersten Phase wollten die Gründer von Wasteforce, Roberto und Frank, insgesamt 25.000 Euro sammeln, um ihre GmbH gründen zu können. Dazu benötigten sie zahlreiche Privatspenden. Dieses Ziel haben sie am 21. August 2013 erreicht.

Phase zwei. In der aktuellen Phase möchten die Gründer von Wasteforce insgesamt 100.000 Euro sammeln, um Rücklagen z.B. für Miete und Lohnzahlungen der neu eingestellten Mitarbeiter zur Verfügung zu haben. Hierbei sind sie immer noch auf Privatspenden angewiesen. Eingesendet werden können zum Beispiel alte Notebooks, Konsolen, Navigationsgeräte, CDs, DVDs, Bücher oder Schuhe. Auch können ab sofort die ersten Interessenten ihre Ideen mit Businessplan einschicken und Wasteforce sucht sich die vielversprechendste zur ersten Förderung aus.

Phase drei. Ab der dritten Phase hat sich Wasteforce ein sehr hohes Ziel gesteckt: Eine Millionen Euro zur Förderung mehrerer Ideen gleichzeitig. Und das Ganze soll ab sofort wie folgt funktionieren: Wasteforce sucht sich eine Idee aus und finanziert diese. Das Unternehmen hat dann fünf Jahre Zeit das zinslose Darlehen in Form von altem Krempel zurück zu zahlen. Ab dem fünften Jahr fällt ein Zins von sechs Prozent an. Von dem Erlös der eingesendeten Sachen werden 80 Prozent dem Darlehenskonto gutgeschrieben. Die restlichen 20 Prozent fließen in Wasteforce selbst für ihren Aufwand.

Somit soll ein fortbestehender Kreislauf entstehen, wodurch immer mehr Ideen parallel unterstützt werden können. Dabei sollen Ideen bis zu 5.000 Euro ohne Sicherheiten finanziert werden können. Ideen zwischen 5.000 Euro und 15.000 Euro hingegen müssen eine Sicherheit vorweisen. Alles was über 15.000 Euro liegt, muss individuell mit Wasteforce ausgehandelt werden. Natürlich sind auch Barzahlungen zur Tilgung möglich. Jedoch möchte Wasteforce versuchen ganz nach dem Motto „Alter Krempel für neue Ideen“ zu handeln.

(Autorin: Jenny Lorbeer)

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