SunnyBAG versorgt elektronische Geräte unterwegs mit Strom – Ein Interview mit Gründer Stefan Ponsold

SunnyBAG

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30.09.2012 – Das SunnyBAG ist ein innovatives Produkt, das Design und Nachhaltigkeit kombiniert. Aber worum handelt es sich hierbei eigentlich?

Häufig ist man mit einem Handy, Smartphone oder einem MP3-Player unterwegs und plötzlich geht der Akku leer. Die meisten werden wohl warten, bis sie das Gerät zu Hause aufladen können. Stefan Ponsold entwickelte aus diesem Problem ein Produkt. Das so entstandene SunnyBAG ist eine stylische Umhängetasche mit eingebauten Solarmodulen, welche elektronische Geräte auch unterwegs mit Strom versorgt. In einem Interview mit social-startups.de spricht Stefan Ponsold über sein Unternehmen.

Stefan, was ist eigentlich ein SunnyBAG und wie entstand die Idee dafür?

Die Idee für SunnyBAG entstand vor etwa 2 Jahren durch die Idee, ein Alltagsproblem wie einen leeren Handy-Akku aufzuladen, möglichst umweltfreundlich zu lösen. Diese ersten Ansätze wurden von mir noch während meines Studiums ‚Innovationsmanagement’, geboren.

Im nächsten Schritt, ein alltagstaugliches Produkt zu entwickeln, wurden Lead User, wie zum Beispiel die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ mit SunnyBAGs ausgestattet. Durch die Prototypentests in Afrika konnte das SunnyBAG noch deutlich optimiert werden. Ende 2010 war es dann reif für den Markt. Ärzte ohne Grenzen setzen speziell angefertigte SunnyBAGs nun Krisengebieten rund um den Globus ein, um die Energieversorgung von medizinischen Geräten sicherzustellen.

Warum ist SunnyBAG als Innovation anzusehen?

SunnyBAG grenzt sich vor allem durch das Design und die Qualität vom Wettbewerb ab. Auch die Leistung der SunnBAG Produkte ist die der Konkurrenzprodukte voraus. Ein weiterer Punkt, der zur Unterscheidung von SunnyBAG beiträgt, sind die Kooperationen, die wir mir verschiedenen Organisationen eingehen.

Die wahrgenommenen Kundenvorteile beim Kauf eines SunnyBAG Solarsystems sind stark geprägt von den 3 Grundsätzen: Technologischer Vorsprung, Anspruchsvolles Design und Ökologische Verantwortung.

SunnyBAG setzt auf wasserdichte, kratz-und stoßfeste Solarpaneele. Die Akkutechnolgie, mit dem jedes SunnyBAG ausgestattet ist, verfügt über MPP-Tracking und wurde speziell für die Verwendung im Solar-Bereich entwickelt. Das Design von SunnyBAG ist als Geschmacksmuster geschützt. Zurzeit und in der Zukunft wird daran gearbeitet, Elemente des Solarsystems selbst bzw. deren Einsatzmöglichkeiten gewerblich zu schützen.

Kannst du etwas über das Wachstum von SunnyBAG erzählen?

Seit der Firmengründung im Jahr 2010 hat SunnyBAG ein rasantes Wachstum vorzuweisen. 2011 wurde die erste Vollzeit-Mitarbeiterin eingestellt und zum jetzigen Zeitpunkt sind vier Mitarbeiter Vollzeit und eine Mitarbeiterin Teilzeit fix bei SunnyBAG eingestellt.

2012 hat sich die Mitarbeiterzahl von SunnyBAG innerhalb weniger Monate kurz einmal verdreifacht (von 3 auf 9) – allerdings haben wir dann schnell erkannt, dass das dann doch zu schnell ging und wir haben uns dann auch relativ schnell wieder verkleinert.

Einer der wichtigsten Gründe und Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum bei SunnyBAG waren und sind die richtigen Partner. Partner, die SunnyBAG als Start-Up Unternehmen verstehen und die Höhen- und Tiefen richtig zu deuten wissen und richtige Konsequenzen und Handlungen mit uns gemeinsam daraus ableiten können.

Auf welchen Märkten seid ihr bereits aktiv? Wo seht ihr noch Potenzial?

Unser Ziel ist es bis Ende 2013 den deutschsprachigen Raum zu erschließen und als echte Alternative bei funktionalen Umhängetaschen anerkannt zu werden. In Österreich haben wir bereits sehr gute Erfolge erzielen können und auch in Deutschland sind wir vorne mit dabei.

Neben Europa sehen wir das größte Potenzial in den Vereinigen Staaten Nordamerikas– das ist auch einer der Gründe warum ich ab Januar 2013 drei Monate in Amerika (Silicon Valley) verbringen werde, um den Markt dort aufzubauen.

Euer Unternehmen hat bereits mehrere Preise gewonnen. Auf welche seid ihr besonders stolz?

Alle Preise haben eine besondere Bedeutung für uns. Besonders stolz sind wir auf den Clean Tech Media Award der als deutscher Umweltpreis unsere erste internationale Auszeichnung ist. Durch diese Auszeichnung haben sich auch viele Türen nach Deutschland für uns geöffnet.

social-startups.de berichtet über Startups und junge Unternehmen, die einen großen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Wie wird dieser Aspekt bei SunnyBAG berücksichtigt? Welchen Beitrag leistet ihr für die Gesellschaft?

SunnyBAG

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Wie schon erwähnt bildet SunnyBAG Kooperationen mit Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen. Wir haben auch vor kurzem eine Spendenaktion mit dem Verein der ‚Roten Nasen Clown Doctors’ gestartet. Weiterhin werden alle Taschen unserer Faction-Kollektion von Mitarbeitern im Rahmen eines ökosozialen Projekts direkt in Graz gefertigt.

Obwohl wir ein kleines, junges Unternehmen sind, legen wir auch großen Wert darauf die Gesundheit von unseren Mitarbeitern zu unterstützen und zu fördern – hier haben wir zu Beginn des Jahres 2012 den Newcomer-Preis der für „Fit im Job“ (eine Initiative der Betrieblichen Gesundheitsförderung in Österreich) gewonnen.

Wie wichtig ist für euch das Thema gesellschaftliche Verantwortung und warum?

SunnyBAG vertritt die Denkhaltung, dass jeder Einzelne eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft hat und legt dem Thema große Bedeutung bei. Gesellschaftliche Verantwortung beginnt mit einem respektvollen Umgang innerhalb des Unternehmens unter den Mitarbeitern, mit Kunden und Lieferanten; pflanzt sich über die Produktentwicklung, die Materialien und die Herstellung fort.

Wie interpretierst du den Begriff „Social Entrepreneurship“?

Social Entrepreneurship bedeutet für SunnyBAG die Wertschöpfung eines Unternehmens nicht nur monetär zu bewerten sondern auch Wertsteigerung im Personal, den Lieferanten und dem gesamten Netzwerk zu registrieren und aktiv zu fördern. Vor allem für Start-Ups sind persönliche Kontakte und ein gutes Netzwerk an Partnern von extrem hohem Wert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den wir mit Social Entrepreneurship in Verbindung setzten, ist die Nachhaltigkeit sämtlicher Handlungen die wir bei SunnyBAG setzen und planen.

Viele Unternehmen betreiben sogenanntes „Greenwashing“, indem sie sich in der Öffentlichkeit ein verantwortungsbewusstes und umweltfreundliches Image zuschreiben, nur um aus Marketingsicht ein positives Bild zu vermitteln. Wie steht ihr zu diesem Thema?

Jede Aktion, die das Umweltbewusstsein in der Öffentlichkeit fördert und die gesellschaftliche Verantwortung die wir alle tragen aufzeigt, finden wir gut. Natürlich ist Greenwashing in keinerlei Form als nachhaltig oder erstrebenswert anzusehen. Hier sollt es besondere Auflagen und Prüfkonzepte geben, die es Firmen erschweren, Umweltschutz nur zu PR Zwecken zu nutzen. Und jene Firmen, die dies praktizieren, klar aufzeigen und von anderen Unternehmen unterscheidbar machen.
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Zur Person:
Stefan Ponsold, geboren am 12.04.2984, absolvierte 2003 die HTL Mödling und folgte seinem Tatendrang als Entwickler 6 Jahre lang bei einem renommierten Konzern in Oberösterreich. Die Idee zu SunnyBAG entsprang dem Problem eines ständig leeren IPhone Akkus. Ganz nach dem Sprichwort „aus der Not eine Tugend“ zu machen gründete Stefan Ponsold am 01.09.2012 das Unternehmen SunnyBAG. Seit nun mehr als 2 Jahren sind die gleichnamigen SunnyBAGs nun erfolgreich am Markt erhältlich.

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4 Kommentare

  1. Julia /

    Eine Idee: Wenn Sunnybag nicht nur Businesstaschen, sondern auch Rucksäche bzw. Kamerataschen anbieten könnte, wäre das für Hobby- und Profifotographen total attraktiv, aber auch für Journalisten, die fast jeden Tag mit einer Kamera und mehr als 2 oder sogar 3 Akkus unterwegs sind.
    Aber die Frage ist, ob diese Tasche mit Solarmodulen die Ausrüstung nocht noch schwerer machen wird 🙂

    LG
    Julia

  2. @Stefan: vielen Dank für die Vorstellung dieser coolen Idee. Ich bin immer wieder überrascht, auf was für Ideen manche kommen.

  3. Sehr netter Artikel – und eine unglaublich pfiffige Idee.Das geht mir echt oft so das mir unterwegs der Saft ausgeht – mittlerweile schleppt man da ja echt ein Sammelsurium an Stromfressern mit sich rum.Wäre noch schön gewesen, wenn du kurz was zur Lebenserwartung und dem Preis geschrieben hättest.

  4. Genial. Kann man das mittlerweile in Deutschland kaufen?

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