Social Entrepreneurship – Der Mitleidsfaktor alleine reicht nicht aus

18.12.2012 – Dass Social Entrepreneurship eine Form des Unternehmertums ist, bei welcher nicht der finanzielle Erfolg im Mittelpunkt steht, dürfte den Meisten von Ihnen bereits bekannt sein. Doch ein Social Enterprise sollte nicht nur den „Mitleidsfaktor“ als „Köder“ dafür nutzen, um an Kunden zu kommen, sondern wie jedes andere „normalen“ Unternehmen auch wichtige – wenn nicht sogar die wichtigsten – Erfolgsfaktoren beachten: Kundennutzen und Einzigartigkeit.
 

Erfolgreich als Social Entrepreneur

Erfolgreich als Social Entrepreneur


 
Die obere Grafik zeigt vier Felder, die sich eben an diesen beiden Faktoren orientieren. Wenn Sie dieses Diagramm verstehen, müssen Sie wahrscheinlich nie wieder Marketing-Experten um Rat fragen, denn sie ist das Herzstück eines jeden Businesses – egal, ob Social oder nicht. Aber jetzt zur Erläuterung:

Perfekt
Das Ziel eines Unternehmers sollte es immer sein, in das obere rechte Feld („perfekt“) zu gelangen. Wenn Sie es also schaffen, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu entwickeln, die sowohl einzigartig ist als auch einen möglichst großen Kundennutzen bringt, dann haben Sie schon einen wesentlichen Schritt in Richtung Erfolg gemacht.

Preiskampf
Im unteren rechten Feld (Preiskampf) können Sie sich mit Ihren Produkten/Dienstleistungen zwar auch im Markt behaupten, aber es wird höchstwahrscheinlich zu einem Preiskampf kommen, da Sie mit Ihrem Produkt nicht alleine dastehen.

Doof
Wenn Sie sich im oberen linken Feld aufhalten, dann kann das als „doof“ bezeichnet werden. Sie haben zwar ein Produkt, das sonst niemand anbietet, aber Sie sind damit auch der/die Einzige, der glaubt, dass die Welt dieses Produkt braucht. Es besteht einfach kein Markt dafür.

Sehr doof
Und zu guter Letzt das untere rechte Feld („sehr doof“). Das wäre wohl das Schlimmste, was Ihnen passieren kann. In diesem Fall haben Sie weder ein einzigartiges Produkt, noch eines, das Kunden einen Nutzen bietet. Recherchieren Sie also gründlich, bevor Sie mit einem Produkt/einer Dienstleistung an den Markt gehen, um sicher zu gehen, dass Sie nicht in diesem Feld landen.

Fazit

Bevor Sie Ihr (Social) Business gründen, überlegen Sie gründlich, ob Sie sich im rechten oberen Feld aufhalten – und wenn das nicht der Fall ist: Machen Sie sich Gedanken darüber, wie Sie es dorthin schaffen können.

Erfolgreiche Social Enterprises, die wir in das obere rechte Feld einordnen würden, sind z.B. Dialog im Dunkeln oder die Grameen Bank. Dialog im Dunkeln bietet einzigartige Führungen („Einzigartigkeit“), bei welchem sich die Besucher (Kunden) mit Blinden in Kontakt kommen und ihre Welt kennenlernen („Kundennutzen“). Die Grameen Bank war die erste Bank, die Kredite an Arme vergeben hat („Einzigartigkeit“), damit diese sich selbständig machen konnten, um einen Weg aus der Armut zu finden („Kundennutzen“).

(Quelle: Präsentation von Guy Kawasaki – dem ehemaligen Marketingchef von Apple – ab 28:25)

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