Sion – ein Elektroauto mit Solarzellen


04.09.2016 – Das Münchner Startup SONO MOTORS GmbH hat ein Elektroauto entwickelt, in dessen Außenwand Solarzellen integriert sind. Die Produktion des Prototyps „Sion“ soll über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert werden. Heute ist der letzte Tag!

Elektroautos sollen die Umwelt weniger belasten als herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Elektroautos werden hingegen mit elektrischer Energie betrieben – also Strom. Beim Betreiben eines Elektroautos entstehen keine direkten Emissionen, was Schadstoffe und Geräuschentwicklung angeht. Hinsichtlich der Umwelt- und CO2-Belastung muss jedoch auch die Produktion des Fahrzeugs und die Herstellungsart des Stroms, der das Elektroauto antreibt, betrachtet werden. Wurde der Strom beispielsweise in Kohlekraftwerke erzeugt, sind auch die Elektroautos alles andere als CO2-frei. Dabei wurden in Deutschland im Jahr 2014 nur etwa 26% des Stroms durch erneuerbare Energien erzeugt.

Aktuell gibt es im Bereich der Elektroautos drei schwerwiegende Probleme: die geringe Reichweite, die sich noch im Aufbau befindende Lade-Infrastruktur und der hohe Preis. Diese Probleme versuchte das Münchner Startup SONO MOTORS zu lösen. Ihre Antwort ist ein Elektroauto mit integrierten Solarzellen. Vier Jahre dauerte die Entwicklung des Prototypens. Am 31. Juli startete die Crowdfunding-Kampagne, bei der auch der Prototyp namens Sion das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Kostengünstiges Elektroauto via Crowdfunding

Durch die Crowdfunding-Kampagne soll die Herstellung „mehrerer produktionsnaher Prototypen“ finanziert werden. Mit diesen sollen Anfang 2017 Crashtests und Probefahrten durchgeführt werden, um die Alltagstauglichkeit des Sion zu testen. Ziel ist es, das Elektroauto im Jahr 2018 in Zusammenarbeit mit bestehenden Automobilherstellern und Zulieferern in hoher Stückzahl zu produzieren. Ein eigener Produktionsstandort soll dabei nicht nötig sein. Ab einem Spendenwert von 100€ kann man sich den Sion unverbindlich vorbestellen. Es werden natürlich auch geringere Beträge dankend angenommen, so das Startup. Die Spender haben außerdem die Möglichkeit, sich an den Probefahrten Anfang 2017 zu beteiligen. Danach besteht die Möglichkeit, den Sion verbindlich zu erwerben. Hier geht es zur Crowdfunding-Kampagne.

Ein sich selbst aufladendes Elektroauto

Die Reichweite des Autos beträgt 250 km. Durch die integrierten Solarzellen kann sich das Auto quasi selbstständig aufladen. So sollen täglich bis zu 30 km in die Batterie geladen werden können – auch während der Fahrt. Zwar ist dies nur eine kleine Annäherung an die Reichweite konventioneller Fahrzeuge, jedoch ist dieses einzigartige Selbstladesystem namens viSono, das den Sion über die Solarzellen auflädt, eine echte Innovation. Ein sich selbst aufladendes Auto gab es bisher noch nicht. Da laut SONO MOTORS außerdem ein Auto – insbesondere in der Stadt – durchschnittlich nur 22 km pro Tag gefahren wird, könnte der Sion beinahe unabhängig von Infrastruktur und Energieversorgung genutzt werden. Außerdem ermöglich das Auto durch die selbst erzeugten Solarenergie tatsächlich CO2-neutrales fahren.
Da die Batterie immer wieder durch die Solarzellen aufgeladen werden, soll das Auto außerdem als Stromspeicher genutzt werden können. Alle gängigen Elektrogeräte können so aufgeladen werden.

Ein Elektroauto für alle

Der Preis des Sions ist auf 16.000 € angesetzt, was insbesondere die Zielgruppe „ Mittelständler“ ansprechen soll. Mit seinen sechs Sitzen und dem großen Kofferraum soll der fünftürige Kompaktvan außerdem sehr familienfreundlich sein.

Über die SONO MOTORS GmbH

Gegründet wurde SONO Motors von Jona Christians, Navina Pernsteiner und Laurin Hahn. Inzwischen ist das Team um verschiedene Designern, Entwicklern, Technikern und Studenten angewachsen. Angefangen hat die Entwicklung des Prototypens laut dem Startup „in einer keinen Garage“. Die Produktion soll nun über Business Angels, Crowdfunding und Pre-Sale finanziert werden. Ziel ist nicht nur der internationale Vertrieb von Elektroautos, sondern vor allem die Verbreitung von nachhaltiger Mobilität und Fahrspaß.

(Autorin: Tamara Schiek)

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