Recompute – Ein Desktop-Computer aus Pappe

recompute - computer aus pappeVielerlei Dinge lassen sich aus Pappe herstellen. Ein Modellhaus oder gar ein einfaches Spielhaus für Kinder, eine lustige Mütze aus Pappmaschee oder das Gehäuse eines Desktop-Computers. Letzteres klingt eher wie ein schlechter Scherz, doch genau das wurde im Jahr 2010 in den USA verwirklicht.

Eine Studentengruppe der University of Houston, Texas, hatte hierbei die Idee, dass der sogenannte Recompute (www.recomputepc.com) aus erneuerbaren Rohmaterialien bestehen soll. Damit soll er auch nach Ende seiner Lebenszeit unter umweltfreundlichen Bedingungen entsorgt werden können.

Doch wie soll ein PC-Gehäuse aus Pappe denn halten? Der Karton besteht aus einer besonderen Konstruktion, dessen Außenhülle mit bis zu 360 Kilogramm belastbar ist. Die Pappe selbst besteht dabei zur Hälfte aus Altpapier. Zusammengehalten wird das Ganze mit einem Klebstoff, der aus giftfreien Stoffen besteht. Besonders wichtig hierbei ist aufgrund der entstehenden Wärme, dass die Pappe zusätzlich mit einer brandhemmenden Beschichtung überzogen ist.
Alle Komponenten sind hinreichend geschützt und sowohl liegend als auch stehend gelangt man über eine Klappe an die Komponenten. Auch mit der Kühlung gibt es in den verschiedenen Positionen keine Probleme.

Der Recompute läuft unter dem Betriebssystem Linux, jedoch ist auch eine Nutzung von Windows ohne Probleme möglich.
Recompute feierte im August 2011 sein einjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass entwarfen die Designer ein spezielles Jubiläumsmodell, welches mit besserer Grafikleistung, mehr Arbeitsspeicher und anderen Verbesserungen glänzt. Sowohl dieses als auch das herkömmliche Modell des Recompute sowie Zubehör, sind in deren Onlineshop und einigen Internethändlern für etwa 415 Euro erhältlich.

(Autor: Jenny Lorbeer)

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1 Kommentar

  1. Richtig coole Idee, das wird direkt G+
    Da frage ich mich doch auch ob das fürs Notebook gibt. Oder vielleicht gibt es ja andere Umweltschonende Cases die etwas robuster sind. Palmblatt oder Zuckerohr fände ich auch sehr interessant.

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