Myscio erstellt multilinguale Lernmaterialen

myscio02.05.2017 – Mit multilingualen Lernmaterialien will Myscio Geflüchteten das Lernen der Deutschen Sprache erleichtern.

Die Geschichte dahinter

„Wir wollen nicht länger hinnehmen, dass die Zukunft einer ganzen Generation aufs Spiel gesetzt wird“ erklären die Gründer von Myscio in ihrer Crowdfunding Kampagne. Denn leider haben laut Handelskammer München und Oberbayern rund 70% der Geflüchteten, die eine Lehre begonnen haben, diese bereits wieder abgebrochen. Als Jan, der Gründer von Myscio diese Statistik in der Zeitung sah, wurde ihm sofort klar: „Da muss man was tun“. Dass dieser Gedanke von Jan keine alltägliche Floskel, sondern ein persönlicher Aufruf zum Handeln war, sieht man heute. Der studierte Wirtschaftspädagoge hat mit seinem Team myscio gegründet und bereits erste Lernmaterialen erstellt.

Was sie tun

„Der Fokus unser Lernmaterialen soll auf die inhaltlichen Aspekte der Berufsausbildung eingehen“ beschreibt Jan. Doch wie unterscheiden sich diese Lehrmaterialen von bereits vorhandenen berufsbezogenen Sprachkursen? Zunächst sind die Materialen von Myscio zweiprachig aufgebaut, bisher in Deutsch und Arabisch. Das Hinzufügen von weiteren Sprachen ist in Planung, denn eine multilinguale Zusammensetzung von Lehrmaterialen ist bisher eine Seltenheit. „Außerdem zeichnen wir uns durch einen starken Praxisbezug aus“ erklärt Jan. Praxisbezug heißt, interaktives Lernen, z.B mit Hilfe ein Planspiels. Dieses hat das Myscio, bereits mit Hilfe von Geflüchteten entwickelt. Das für den deutschen Inetegrationspreis nominierte Startup, steht mit mehreren Berufsschulen in Kontakt. Dort sollen die Materialen getestet werden – einige Berufsschulen haben bereits grünes Licht gegeben.

Der Weg

Das Erstellen von Lernmaterialien soll professionalisiert werden; bisher wurden diese von ehrenamtlichen Mitarbeitern erstellt. Deswegen hat Myscio eine Crowdfundingkampagne ins Leben gerufen, die bereits seit dem 21. März 2017 läuft. Die Schwelle liegt bei 10.000 Euro und die Kampagne geht nur noch bis heute. Das Geld ist bereits zusammen, aber wer Lust hat, kann immer noch fleißig spenden. „Wenn wir die Möglichkeit bekommen mehr Lehrmaterialien auf professioneller Ebene zu erstellen, werden wir diese in weiteren Berufsschulen testen“ beschreibt Jan seine Ziele. Sein Herzensprojekt könnte somit weitergeführt werden – aber vor allem würde Geflüchteten ein weiterer Schritt die Integration erleichtert.

Autorin: (Adeline Mallmann)

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