Mit der App MapSwipe kann jeder humanitär wirken

MapSwipe

© Missing Maps

20.09.2016 – Mit dem Kartenmaterial der App MapSwipe können humanitäre Organisationen in gefährdeten Gegenden und in Krisengebieten sehr schnell analysieren, wo sich dort die relevanten, zu versorgenden Bevölkerungsansammlungen befinden. Freiwillige Mapper erschaffen die Basis für diese Arbeit. Sie haben Siedlungen und Dörfer in vielen Ländern der Welt kartiert. Hierdurch können die Hilfsorganisationen sehr schnell und exakt ihre Teams dort einsetzen, wo sie am meisten benötigt werden.

In einer humanitären Krise ist es für Hilfsorganisationen und Regierungen grundlegend, Informationen über den Standort der am stärksten gefährdeten Menschen zu erfahren, um zu ermitteln, wo die Bereitstellung von Nahrung, Unterkunft, medizinischer Versorgung und anderen Diensten am dringendsten benötigt wird. Bislang geschieht die erste Unterstützung weniger effizient als sie es sein könnte, denn die Betroffenen müssen erst in weitläufigen Landstrichen gefunden werden. Das möchte MapSwipe zukünftig verhindern.

MapSwipe by Crowdsource

Viele Menschen und ihre Wohnorte sind nicht kartiert. Daher haben NGOs (nongovernmental organizations), Forschungsinstituten, Unternehmen und vor allem Freiwillige MapSwipe entwickelt und mit vielen Informationen „gefüttert“. Die Arbeit der Freiwilligen ist hierbei vielleicht die besonders bemerkenswerte. Und: Ihre Arbeit ist längst nicht abgeschlossen.

MapSwipe ermöglicht jedem Smartphone-Besitzer zur exakten Kartierung gefährdeter Gegenden sowie von Krisengebieten beizutragen. Man lädt sich die App herunter, wählt eine Mission, liest die Anweisungen durch und kann loslegen Menschen zu helfen! Soziales Wirken garantiert!

Für ein Ihnen zugewiesenes Luftbild bzw. Satellitenfoto kennzeichnet man eindeutige Funktionen und Bauten (Straßen, Häuser oder Brücken), alternativ weist der Anwender stattdessen auf mögliche Funktionen hin (wenn er sich nicht sicher ist) und eine dritte Kategorie wird bei Bewölkung oder schlechter Bildqualität ausgewählt, wenn es nichts zu identifizieren gibt.

Die Anwender wischen (swipe) nach Bearbeitung eines Satellitenfotos einfach auf das nächste Bild. Bilder für das Offline-MapSwiping (zum Beispiel bei der Fahrt mit der U-Bahn oder beim Flug) können vorab heruntergeladen und dann durchgeschaut werden.

Das Wiki-Prinzip

Um die Wirkung der freiwilligen Mapper darzustellen, hilft ein Beispiel vielleicht am besten. Für die zur Demokratischen Republik Kongo gehörende und 285 Quadratkilometer große Insel Idjiwi haben es 15 Teammitglieder im April dieses Jahres geschafft, in nur drei Stunden die Insel zu kartieren. Es wurden die Gebäude und die Bevölkerungskonzentration dokumentiert. Ärzte ohne Grenzen berichtet hiervon auf seiner britischen Homepage. Jetzt können auf Idjiwi Impfkampagnen und andere Maßnahmen besser koordiniert und umgesetzt werden.

MapSwipe nutzt das frei zugängliche Projekt OpenStreetMap, dessen Daten nach dem Wiki-Prinzip von Anwendern erschaffen werden.

MapSwipe ist ein Produkt der im Projekt Missing Maps zusammengeschlossenen Organisationen und Menschen. Missing Maps priorisiert die Kartierung von Gebieten danach, wie anfällig sie für Katastrophen und Epidemien sind, so dass dann Karten verfügbar sind, wenn sie gebraucht werden.

Für iOS-Smartphones gibt es hier die Applikation, für Android-Betriebssysteme hier.

(Autor: Thomas Vorberg)

Ähnliche Beiträge

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unsere Partner

Energienpoint clean energy project Forum Nachhaltig Wirtschaften FairMail Lektorat Lambert JOBVERDE.de Enactus-Goehte-Universität karrierefaktor
Unsere Seite auf Google+