Wie es Dir gelingt, für deine Social StartUp-Idee Menschen zu begeistern!

Ralf Janssen und sein Hund Clueso. /Foto: Ulrike Zecher (www.ulrikezecher.de)


13.09.2017 – Als ich 2000 ein Start-Up mitgründen durfte, hatte ich zuvor in Berlin einen Arbeitsplatz, der sehr klassisch im Sinne von hierarchisch geführt wurde. Von oben nach unten eben. In München bei conject tickten die Uhren aber so was von anders!

Als ich jetzt den Kölner Ralf Janssen kennenlernte, kam mir vieles bekannt vor – und gemeinsam mit ihm, der seine Brötchen als Experte für Kulturwandel verdient, schreibe ich es gern auch hier: Im Bereich der Organisationsentwicklung steht uns ein Paradigmenwechsel bevor oder besser: Wir sind mittendrin! Und Ralf fragt: „Woran orientieren sich Unternehmen, wenn das Prinzip der Selbstorganisation die hierarchische Führung ablöst?“

Ralf Janssen arbeitet seit vielen Jahren als Organisationsentwickler. Er ist Gründer der Kompano Entwicklungsberatung. Für seine Arbeit hat er ein Framework für evolutionäre Unternehmen entwickelt. Denn er weiß: „In Zeiten, in denen Entwicklung immer schneller voranschreitet, können herkömmliche Change-Konzepte Veränderungen nicht mehr sinnvoll gestalten.“ Vielmehr sei ein Kulturwandel nötig, um aus Unternehmen wieder evolutionäre, selbstlernende Organisationen zu kreieren.

Ich greife das hier auf, weil ich glaube: Neue Unternehmen, gerade auch Start-Ups, können sich von Anfang an darauf einstellen; ja, sie sollten es sogar. Denn diese Frage ist doch elementar wichtig: Wie kann es gelingen, z.B. eine Social Start-Up-Idee kongruent so zu gestalten, dass andere Menschen sich dafür begeistern? Nicht nur Mitarbeiter willst Du schließlich anziehen, oder? Auch Investoren zu überzeugen, ist nicht ganz unwichtig. Also!

Aus Mitarbeitern Mitgestalter machen

Wenn Unternehmen ihren Sinn und Zweck in den Mittelpunkt stellen und aus Mitarbeitern Mitgestalter machen, legen sie den Grundstein dafür, dass Selbstorganisation gelingen kann. Ralf hilft dabei, in der Entwicklungsarbeit eine gemeinsame Sprache und eine anschlussfähige Art der Darstellung zu finden. Mit Hilfe seines Frameworks lernen Unternehmen sich selbst zu beschreiben. Und, sie arbeiten so die Unterschiede existierender Ansätze zur Organisationsentwicklung heraus.

Typische Fragen sind: Wo kann ich bei der Weiterentwicklung meines Unternehmens beginnen? Was sind die nächsten Schritte? Worauf muss ich achten? Dabei ist Ralf wichtig: Sein Framework soll Unternehmen und Organisationen dabei unterstützen, diese Fragen in co-kreativen und partizipativen Prozessen SELBST zu beantworten.

Ralf hat sich intensiv mit innovativen Vordenkern wie Otto Scharmer, Ken Wilber und Frederic Laloux beschäftigt. Deren und andere Impulse inspirierten und inspirieren ihn. Ralf ist davon überzeugt: „Unternehmen, die eine tiefere Intention verfolgen, sind in der Regel erfolgreich und bringen Neues in die Welt.“

Langsam, allmählich, bruchlos

Worauf legt Ralf in seiner Arbeit Wert? Dass eine organische Entwicklung idealerweise in kleinen Schritten, selbstlernend und aus sich heraus schöpfend passiert. Nicht umsonst bezeichneten diese drei Adjektive das Evolutionäre besonders gut: Langsam, allmählich, bruchlos. Evolutionär heiße aber auch, dass Entwicklungsschübe die Weiterentwicklung bestimmen. „Nicht umsonst nehmen wir alle derzeit deutlich die dynamischen Veränderungen durch Digitalisierung und Globalisierung wahr“, beschreibt Ralf den Alltag, den wir ja alle kennen.

Wildwuchs zulassen oder Richtung geben?

Evolutionäre Entwicklung findet also immer statt. Auch jetzt, wo Du das hier gerade liest. Ralf schließt daraus: „Unternehmen haben sich die Frage zu stellen, ob sie ihrer Entwicklung freien Lauf geben wollen, „also „Wildwuchs“ zulassen. Oder ob sie ihrer Entwicklung durch die Verinnerlichung evolutionärer Ansätze eine Richtung geben wollen.“

Wie gelingt Perspektivwechsel, wie der Wandel zur evolutionären Organisation? Mir persönlich sagen vor allem die vier Prinzipien, die Entwicklung tragen und vorantreiben, sehr zu: Vertrauen, Transparenz, Co-Kreativität und Wertschätzung. Ich halte diese sowohl in der persönlichen wie auch beruflich geprägten Welt für unabdingbar, will man sich verstehen, will man in einer Unternehmung Erfolg haben. Ohne diese Prinzipien läuft keine Ehe und erst recht keine Firma, die gleich zig Persönlichkeiten umfasst.

In einem kurzen Video erklärt Ralf Janssen, was er unter Kulturwandel versteht.

Hier erzählt Euch Ralf mehr über sein Framework für evolutionäre Unternehmen. Im Interview mit Ulrike Zecher gibt es weitere spannende Infos und Links!

Autor: Elke Tonscheidt

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge gefunden

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unsere Partner

Energienpoint clean energy project Forum Nachhaltig Wirtschaften FairMail Lektorat Lambert JOBVERDE.de Enactus-Goehte-Universität karrierefaktor
Unsere Seite auf Google+