Gewinner der seif Awards for Social Entrepreneurship 2017

04.10.2017 – Zum siebten Mal wurden am Montagabend in Zürich die seif Awards for Social Entrepreneurship vergeben. Der seif Award zeichnet junge Unternehmen aus, die neben dem finanziellen auch einen sozialen oder ökologischen Mehrwert produzieren.

Am internationalen Wettbewerb haben dieses Jahr 171 Social Entrepreneurs aus ganz Europa teilgenommen. Die hochkarätig besetzte Jury wählte zehn Finalisten aus, die ihr Businessmodell am Montagabend während 4 Minuten live dem 200 köpfigen Publikum vorstellten. Die Gesamtgewinnsumme von 50‘000 Franken wurde auf die folgenden 5 Gewinner verteilt.

myAbility gewann den seif Award für Integration und Präventation, welcher von der Suva unterstützt wird.
15% der Bevölkerung in Europa haben eine Behinderung. Das riesige Potential dieser Zielgruppe wird zumeist ignoriert. Gründer Gregor Demblin zog sich bei einem Badeunfall 1995 eine Querschnittlähmung zu. 2014 gründete er in Wien die Unternehmensberatung myAbility und entwickelte einen neuartigen, wirtschaftsorientierten Ansatz zur Inklusion von Menschen mit Behinderung.

Smart Home Technology durfte den Preis für unternehmerische Innovation entgegennehmen, welcher die UBS lanciert hat.  Dieses Jungunternehmen baut auf der IoT (Internet der Dinge) Technologie auf und bietet ein Instrument an welches die Leistung und Effizienz ein es Produkts mit einer Cloud Lösung darstellt. Auf der Grundlage der Datenanalyse können kleinere und mittelgrosse Unternehmen Energie effiziente Massnahmen initiieren und damit CO2 einsparen.

Blitab heisst der Gewinner des Awards für zukünftige Trends, der von PwC ermöglicht wurde. Blitab ist das erste taktile Tablet für Blinde,  welches online Daten in Brailleschrift bereitstellt.  Die Idee hatte die Mitgründerin, Kristina Tsvetanova, als ein guter Freund sie bat, für ihn eine Anmeldung für einen Kurs auszufüllen. Durch seine Sehbehinderung, konnte dieser ohne teure Hilfsmittel kein Notebook nutzen.  Nun können sich Studenten mit einer Sehbehinderung dank Blitab effizienter weiterbilden.

Fightthestroke hat den Preis für Digital Healthcare erhalten, welcher zum ersten Mal von Johnson & Johnson überreicht wurde. Die Geschichte von Fightthestroke begann als der kleine Mario, Sohn der Gründer, kurz nach seiner Geburt einen Schlaganfall erlitt. Die Eltern setzten sich mit dem Thema von jungen Schlaganfallpatienten auseinander und erlebten Hürden und fehlende Therapieangebote für Kinder.  Aus den Recherchen entstand u.a. eine interaktive Plattform mit einem neuartigen Therapiemodell für zuhause.

Coolar hat den diesjährigen seif Award für Social Entrepreneurship gewonnen. 75% der Medikamente und Impfstoffe in Ländern des Südens verlieren ihre Wirksamkeit hauptsächlich aufgrund von fehlenden Kühlmöglichkeiten da ein elektrischer Zugang fehlt. Julia Römer hat ein kompaktes Kühlgerät entwickelt welches dieses Problem lösen kann ohne dass ein Zugang zu Elektrizität nötig ist. Aufgrund der grossen Bedeutung für die Gesundheitsvorsorge wird das gerät spezifisch für Medikamente eingesetzt.

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