Fermentiertes Grünzeug – Gesund, lecker und im Krautfunding

Fermentiertes Grünzeug
17.03.2016 – Das Projekt Fermentiertes Grünzeug soll die alte und natürliche Konservierungsmethode für Gemüse – die Fermentation – wieder zurück auf unseren täglichen Speiseplan bringen. Denn fermentiertes Gemüse ist nicht nur lecker, sondern auch gesund und sehr lange haltbar. Und das ohne jeglichen Zusatzstoffe.

In der Spezialitäten-Gärtnerei „Schnelles Grünzeug“ in Vorpommern baut Olaf Schnelle seit über 20 Jahren essbare Blüten und Wildkräuter, alte Gemüsesorten, seltene Würzkräuter und wildes Obst an. Das zusammen mit Ralf Hiener aufgebaute Unternehmen „Essbare Landschaften“ erhielt bereits mehrere Auszeichnungen. Die geernteten Lebensmittel gehen dann an deutsche Top-Restaurants in Deutschland – oder bald als Fermente auf unsere Küchentische.

Die Fermentation ist eine alte und natürliche Methode um Gemüse haltbar zu machen, ganz ohne kochen. Früher war in Deutschland rohes, fermentiertes Gemüse ein wichtiger Bestandteil des Wintervorrats. Heute wird diese Konservierung von der Lebensmittelindustrie verdrängt. Bekannt ist uns heutzutage meist nur noch das Sauerkraut – aus der Dose. Diese Produkte sind meist pasteurisiert und enthalten somit kaum noch natürliche Inhaltsstoffe. Dabei ist fermentiertes Gemüse sehr gesund und die Fermentation selber eine sehr schonende Art der Haltbarmachung – ohne Zusatzstoffe (abgesehen natürlich vom verwendeten Salz). Fermentiertes Gemüse beinhaltet lebendige Bakterienkulturen (natürliche Enzyme und aktive Milchsäurebakterien), die für eine gesunde Darmflora sorgen. Diese stärkt wiederum unser Immunsystem.

Krautfunding – Für den guten Snack.

Um dieses Geschäft aufzubauen und somit alle interessierten Gemüseliebhaber mit dem fermentierten Grün versorgen zu können, plant Olaf Schnelle eine Manufaktur aufzubauen. Für die Errichtung des Gebäudes hat der leidenschaftliche Gärtner bereits Geld vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erhalten. Gebaut werden soll das Gebäude auf dem Nachbargrundstück der Gärtnerei. So entfällt der Transport und damit auch etwaige Lagerverluste. Für die Ausstattung des Gebäudes, wie beispielsweise Reifekammern, Waschanlagen oder Regale, und eine lebensmitteltechnologische Begleitung, die für die gleichbleibende Qualität der Verarbeitung sorgt, wird hingegen Crowdfunding genutzt – oder wie Olaf Schnelle es nennt: „Krautfunding“.

Das Ziel des Projekts „Zentrum für Gemüse-Fermentation Trebeltal“ ist es, fermentiertes Gemüse wieder zurück auf unseren Speiseplan zu bringen und somit mit Genuss Vorteile für die eigene Gesundheit zu schaffen. Angeboten werden soll aber nicht nur fermentiertes Gemüse sondern auch fermentierte Soßen und Ketchup. Alles roh, alles haltbar.

(Autorin: Tamara Schiek)

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