Fairbiolous ist das junge Label für nachhaltige Mode

Fairbiolous

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07.10.2012 – Die Idee für Fairbiolous kam Oliver Mayer, als er sich immer häufiger über Markenkleidung und ihre Herstellung ärgerte. Als er einkaufen ging, fand er selten Sachen, die ihm wirklich gefielen. Besonders stark empört war er über die großen Markenaufdrucke. Hinzu kamen die moralischen Bedenken. Wie kann es eigentlich sein, dass T-Shirts im Laden schon für 5€ zu haben sind? Er war sich dessen bewusst, dass Kleidung, die so günstig angeboten wird, nicht unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden kann.

In der Tat ist es so, dass die Kleidung, die wir kaufen – egal ob Markenkleidung oder nicht – oftmals im Ausland unter Bedingungen produziert wird, die in Deutschland so nicht gestattet wären. Unter die Gruppe der Arbeitskräfte fallen nicht selten auch Kinder. Menschen, die z.B. in asiatischen Textilfabriken arbeiten, sind unter anderem giftigen Gasen ausgesetzt, die vom Färbeprozess stammen. Zudem werden gesundheitsgefährdende Chemikalien eingesetzt, mit welchen auch die Endkunden in Kontakt kommen.

Die Geschichte von Fairbiolous beginnt im Wald

Oliver Mayer suchte zunächst nach Möglichkeiten, wie man Kleidung mit pflanzlichen Mitteln färben konnte. Seine Mutter fand dazu eine Anleitung in einem Lehrbuch und so machte sich Oliver auf in den Wald, um Birkenrinde, Wurzeln, Gras und weitere Naturstoffe zu sammeln. Zusätzlich kaufte er einen 30-Liter Kochtopf, um endlich mit seinen Farbexperimenten zu beginnen. Anfänglich scheiterten seine Versuche, doch irgendwann kam der Durchbruch und seine Experimente sind geglückt. Fairbiolous war also fast zum Start bereit.

Fairbiolous achtet stark auf nachhaltige Produktion

Da Oliver Mayer die T-Shirts an sich nicht herstellen wollte, suchte er nach geeigneten Fair-Trade-Anbietern, von welchen er diese beziehen konnte. Nach mühseliger Recherche und zahlreichen Telefonaten fand er einen indischen Produzenten, der ein Fair Trade Siegel trägt. Rajlakshmi Cotton Mills ist ein in Kalkutta ansässiger Textilhersteller, der als einer der wenigen in Indien mit Bio-Baumwolle arbeitet. Außerdem setzt das Unternehmen auf faire Arbeitsbedingungen, wobei die Löhne ca. 20% – 25% über dem Mindestlohn der Region liegen. Die Zahl der Mitarbeiter wurde in den vergangenen zwei Jahren von 100 auf 450 gesteigert.

Nach Anlieferung aus Indien werden die Kleidungsstücke nicht mehr bei Oliver zu Hause gefärbt, sondern in einer Pflanzenfärberei im Allgäu, die seit dem Jahr 1998 besteht.

Fairbiolous ist nun seit einigen Wochen mit einem eigenen Online Shop vertreten. Dort finden sich mittlerweile nicht nur T-Shirts aus nachhaltiger Produktion, sondern auch handgestrickte Schals und Mützen. Mit der Herstellung der Stricksachen wird Fairbiolous von zwei Strickgruppen aus Mainz unterstützt.

Für jedes verkaufte Produkt spendet Fairbiolous einen Euro an die Stiftung „steps for children“. Mit den Spendengeldern konnte in Namibia bereits eine Vorschule für ungefähr 80 Kinder aufgebaut werden.

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