Essen von Gestern – Eine Geschäftsidee mit Biss

leckeres vom vortag

© Joujou / pixelio.de

Vesta Heyn und Bernd Heberger hatten an zwei unterschiedlichen Orten die gleiche gute Idee und haben sie auf ihre Weise umgesetzt. Sie wollten das gute Essen von Gestern nicht in die Tonne werfen, denn eine solche Verschwendung ist völlig unnötig! Wir möchten euch nun beide Konzepte vorstellen.

Vesta Heyn eröffnete den Bäcker „Second Bäck“. Ihr ist bewusst, dass viele Backwaren im Müll landen, weil die normalen Bäcker mehr produzieren, als sie verkaufen. Daher besucht sie jeden Tag ausgewählte Bäcker und kauft diesen für einen geringen Preis ihr überschüssiges, aber noch essbares, Gebäck vom Vortag ab. Die guten Brötchen und das leckere Brot sind überwiegend Bio-Waren. Zum halben Preis verkauft Sie diese dann in ihrem Geschäft weiter. Mittlerweile können über 80 verschiedene Sorten an Kuchen, Brötchen und Brot angeboten werden. Das Angebot ist natürlich immer variabel, da Sie „Gestern“ nicht weiß, was sie „Heute“ anbieten kann. Wer sich darauf einlässt, der kann für wenig Geld etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun. 2011 eröffnete Sie einen zweiten Laden und gewann einen Nachhaltigkeitspreis für ihre Idee. Die Läden befinden sich in Berlin.

„Leckeres vom Vortag“ heißen die Läden von Bernd Heberger, die in Nürnberg angesiedelt sind. Der gelernte Bäcker lässt sich abends die nicht verkaufte Ware einer Großbäckerei anliefern. Kuchen, Brezeln und Brötchen werden dann in Tüten verpackt, die am nächsten Morgen für einen Euro verkauft werden. Das heißt, man bekommt zum Beispiel 10 Brezeln für einen Euro. Daraus können die Kunden dann Knödel oder Buletten machen, denn dafür eignet sich die Ware vom Vortag besonders gut. Die Produkte der Großbäckerei sind keine tiefgefrorenen Teiglinge, sondern echte Backwaren. Herberger achtet hier auf besondere Qualität. Mittlerweile verkauft er auch Tüten mit Obst und Gemüse unter dem Motto: „ Ich bin nicht schön, aber gut“. Diese Produkte erfüllen nicht die Normen für die Handelsklasse 1, sondern sind zum Beispiel krumm gewachsen, was sie aber nicht ungenießbar macht. Auch hier achtet er auf die besondere Qualität und kauft persönlich auf dem Großmarkt ein.

Wir wünschen beiden Bäckern weiterhin viel Erfolg. Vielleicht trifft man in Zukunft in zahlreichen Städten und Gemeinden auf solche Bäcker.

(Autorin: Natália Kassner)

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