Inwiefern eine studentische Hilfskraft Startups bereichert

06.12.2017 – Wer gerade ein Unternehmen auf die Beine stellt, ist auf flexible Mitarbeiter angewiesen. Das gilt sowohl für zeitliche Verfügbarkeit als auch für die Einstellung zur Arbeit. Zurücklehnen und darauf warten, dass es ein anderer macht? Nicht im Startup, denn dort ist die Bereitschaft gefragt, sich schnell neue Skills anzueignen. Zum Glück ist das Angebot an eben diesen flexiblen „Superkräften“ gar nicht so gering, wenn man weiß, wo man suchen und worauf man achten muss.

Studenten als flexible Hilfskräfte

Wenn es um zeitliche Flexibilität geht, ist eine Gruppe ganz vorn dabei: Studenten. Auf ein bis zwei stressige Wochen gegen Semesterende kommen immerhin mehrere Monate, in denen Student und Startup ihre Zeiten individuell aufeinander abstimmen können.

Dieser Faktor wird umso wichtiger, je mehr Arbeit anfällt. Spätestens, wenn ein Festangestellter ausfällt und ein Projekt dringend fertig werden muss, kann eine spontane studentische Hilfskraft die Rettung sein. Hinzu kommt, dass durch die geringe Stundenzahl und das flexible Dienstverhältnis für Startups vergleichsweise geringere Kosten anfallen, als es bei Voll- oder Teilzeitmitarbeitern der Fall ist.

Aber auch die geistige Flexibilität von studentischen Hilfskräften ist nicht zu unterschätzen. Kaum ein Studium lässt sich erfolgreich absolvieren, wenn man nicht bereit ist, sich auf Neues einzulassen und über den eigenen Schatten zu springen. Die Chancen, dass ein Werksstudent sich innerhalb kurzer Zeit an das Team anpasst und schnell versteht, worauf die Prioritäten liegen, sind also hoch.

Zu guter Letzt sollte nicht vergessen werden, dass Studenten auch im Umgang mit Medien äußerst flexibel sind. Die Digital Natives haben kein Problem damit, sich in neue Programme einzuarbeiten oder unbekannte Tools auszuprobieren, bis sie sie verstanden haben. Plus: Kenntnisse über Microsoft Office oder auch Photoshop sind in vielen Fällen ohnehin schon vorhanden.

Und der Haken an der Sache?

Studenten können oft sehr kurzfristig einspringen. Es ist allerdings auch nicht immer klar, wie lange der Student bleiben wird und in welchem Umfang er eingeplant werden kann. Es kann daher schwierig sein, die Hilfskraft in größere Projekte einzubinden. Dieser Fall ist aber – je nach Branche – nur bedingt ein Problem. Denn selbst wenn eine Aufgabe von studentischen Kräften womöglich langsamer oder nur teilweise erledigt werden kann: Wichtig ist, dass sie überhaupt erledigt wird.

Bei Studentenjobs geht es primär oft darum, den Lebensunterhalt zu verdienen. Arbeitserfahrung macht sich nie schlecht im Lebenslauf und jeder Student weiß, dass es umso besser ist, wenn Jobpraxis und Studienrichtung im gleichen Bereich liegen. Das allein sind gute Motivationsgründe – allerdings spielt das Geldverdienen eben auch eine zentrale Rolle.

Ein Student, der nur möglichst schnell viel Geld verdienen möchte, wird sich dem Unternehmen tendenziell weniger verbunden fühlen. Mit diesem Risiko sollten Arbeitgeber rechnen und gegebenenfalls genauer hinschauen. Das muss jedoch keine unlösbare Situation sein.

Viele Probleme lassen sich mit einem ehrlichen Gespräch lösen: Was erwarten Startup und Student voneinander? Sollte auch das fruchtlos bleiben, warten schon genügend andere Kandidaten, die wirklich etwas leisten wollen.

 

Nicht lang suchen, sondern finden

Langwierige Bewerbungsprozesse kosten Zeit und Nerven. Das muss allerdings nicht sein, denn vor allem studentische Hilfskräfte lassen sich bei den richtigen Portalen schnell finden. Wenn es um dringende Fälle oder auch ganz banale Angelegenheiten wie den Umzug in neue Büroräume geht, vermitteln darauf spezialisierte Agenturen schon für den nächsten Tag qualifizierte Hilfskräfte. Warum also abwarten, aussortieren und Zeit verlieren, wenn es da draußen so viele junge Menschen gibt, die endlich mal was Neues machen und Kompetenz beweisen wollen?

Übrigens: Die dauerhafte Win-Win-Situation für beide Seiten muss kein Wunschtraum bleiben! Im nächsten Beitrag folgen Tipps, wie Startups „ihre“ Studenten auch dann halten können, wenn die bereits das Zeugnis in der Tasche haben…

 

Fabian Schröder

Autor: Fabian Schröder

Fabian Schröder, Jahrgang 1989, studierte Wirtschaftsrecht und Personalmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.

Diverse Projektbetreuungen von Startups im Bereich der Personaldienstleistungen während des Studiums weckten früh das Interesse an der Branche und des Unternehmertums.

Unmittelbar nach dem Studium gründete er im Jahr 2015 mit einem Kommilitonen die studentische Arbeitsvermittlung Studiwork, bei welcher er bis heute als Gesellschafter mit den Aufgaben der Personalvermittlung betraut ist.

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