Das kleine 1×1 der Umweltfreundlichkeit

20.10.2017 – Sich umweltfreundlich zu verhalten ist momentan im Trend. Umweltfreundliche Autos werden entwickelt und dessen Ausstöße diskutiert. Atomkraftwerke sollen am liebsten alle morgen abgeschaltet werden und LED Lampen sind die Leuchten der Zukunft. Aber warum immer nur so groß denken und nicht bei uns selber anfangen? Was kann jeder von uns im Alltag tun, um umweltbewusster zu leben?

2016 wurde eine freiwillige Selbstverpflichtung zwischen einigen Handelsvertretern und dem Bundesministerium für Umwelt unterschrieben. Dieser Vertrag verpflichtet die teilnehmenden Firmen dazu, Plastiktüten kostenpflichtig zu machen. Der Anlass für dieses Abkommen rührt von dem Beschluss der EU, den Plastiktütenverbrauch in den nächsten Jahren deutlich zu senken. Der Verbrauch von Einkaufsbeuteln in Deutshland ist schon einer der niedrigsten in Deutschland. Seit der Einführung der Selbstverpflichtung haben sich bereits 240 Unternehmen angeschlossen und der Verbrauch von Plastiktüten ist um 33% zurückgegangen. Zu den teilnehmenden Firmen gehören große Ketten wie REWE, H&M und dm, die durch ihre Größe einen guten Einfluss haben. Der Preis für eine Tüte liegt zwischen 20-30 Cent. “Das ist ja nicht viel” werden sich die meisten denken, aber langfristig gesehen kommt da einiges zusammen. Also warum nicht einmal etwas Geld in eine Leinentasche investieren oder den geliebten Jutebeutel auch für den Einkauf zweckentfremden.

Eine weitere Möglichkeit im Alltag seinen Plastikkonsum zu reduzieren, scheint trivial, macht aber einen riesigen Unterschied: Leitungswasser trinken! In Deutschland ist unser Leitungswasser strenger kontrolliert als das Wasser, dass wir im Supermarkt kaufen können. Das kommt daher, dass die Qualität von Flaschenwasser getestet wird bevor es in die Flasche abgefüllt wird. Das heißt, alle Schadstoffe, die beim Umfüllen hinzukommen und die durch das Plastik ins Wasser gelangen, werden nicht berücksichtigt. Und trotzdem bezahlen wir dafür 250x mehr als für Leitungswasser, welches kontrolliert wird wenn es aus dem Hahn kommt! Und schleppen uns auch noch mit den schweren Kisten ab? Aktionen wie Refill Deutschland zeigen auf einer Karte Restaurants und Geschäfte, in denen man Leitungswasser umsonst abfüllen darf. Dies ist wieder mit einer kleinen Investition in eine wiederverwendbare Flasche verbunden, aber Ihre Freunde werden Sie um diese schnell beneiden!

Das Beste an der Sache ganz zum Schluss: Mit diesen kleinen Veränderungen in Ihrem Alltag schonen Sie nicht nur Ihr Konto, sondern auch die Umwelt! Täglich gelangen 33.000 Tonnen Plastikmüll in unsere Ozeane und wenn wir an unserem Konsumverhalten nichts ändern, schwimmen 2050 mehr Plastik im Meer als Fische. Wer will das denn? Mehr Informationen und Fakten zum Thema bietet diese Infografik. Es ist so einfach selber jeden Tag ein bisschen zur Verbesserung unseres Planetens beizutragen. Machen Sie auch mit!

Über den Autor
Pauline Seiler studiert Medien- und Kommunikationsmanagement an der Macromedia Berlin und arbeitet zusätzlich als Werkstudentin im Bereich Marketing und SEO bei TradeMachines.

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1 Kommentar

  1. Tamara Schiek /

    Kleiner Fehler: Der Verbrauch von Einkaufsbeuteln in „Deutshland“ ist schon einer der niedrigsten in „Deutschland“ – meintest du vielleicht in der EU?

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