Chancen gestalten und Geflüchtete aktiv unterstützen

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18.10.2016 – Der Verein Chancen gestalten hilft jungen Geflüchteten mit gleichaltrigen unserer Kultur zusammenzukommen. Wie würden wir uns als junger Erwachsener fühlen, wenn wir alleine in einer fremden Kultur neu anfangen müssten? Chancen gestalten setzt mit seinem Eins-zu-Eins-Mentoringprogramm genau an dieser Stelle an.

Chancen gestalten hat eine Vision

Der Verein Chancen gestalten bringt mit seinem Eins-zu-Eins-Mentoring junge Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen. Dabei wendet sich der Verein denen zu, die als Jugendliche und junge Erwachsene alleine nach Deutschland flüchten mussten. Die 16 bis 30-jährigen werden mit einem ungefähr gleichaltrigen Ortsansässigen für ein Jahr zusammengebracht und vernetzt.

Trotz ihrer traumatischen Erfahrungen, vielleicht auch den Verlust von geliebten Menschen, soll den Betroffenen geholfen werden, sich der Zukunft zuzuwenden. Die Mentoren helfen dabei, sich Stück für Stück ein neues Leben aufzubauen, neue Freunde und Hobbys zu finden. Auch bei der beruflichen Orientierung sind sie zur Stelle, begleiten und unterstützen, helfen z.B. bei Praktika.

Flüchtlinge sind nicht aus freien Stücken nach Deutschland gekommen. Sie hatten keine Wahl. In ihren Ländern herrscht Krieg oder sie werden aufgrund ethischer, religiöser oder politischer Zugehörigkeiten verfolgt. Mit dem Eins-zu-Eins-Mentoring will Chancen gestalten jungen Menschen helfen unsere Kultur kennenzulernen und Missverständnisse abzubauen. Die Mentoren helfen dabei, sich in einer fremden Kultur zurecht zu finden.

Im Bürgerdialog das Fremde kennenlernen

Chancen gestalten gestaltet die politische Bildungsarbeit aktiv mit. Der Verein macht auf die generelle Situation der Geflüchteten in Deutschland aufmerksam. Mit Informationsveranstaltungen, Infoständen und Bürgerforen versucht Chancen gestalten aufzuklären und präsent zu sein. Bürger sollen die Geflüchteten nicht als Feinde sehen und sensibilisiert werden für andere Kulturen. Neue Kulturen sollen als eine Bereicherung wahrgenommen werden, dadurch können Ängste vor dem Fremden abgebaut werden. Fremdenfeindlichkeit geht uns alle an: Lasst das Fremde nicht von Rechtsgesinnten instrumentalisieren.

Wer kann mitmachen und wie?

Jeder der mitmachen will, kann entweder einen Standort in seiner Stadt gründen, Mentor werden, Spenden oder sich ehrenamtlich im Verein engagieren. Bisher ist Chancen gestalten in Heidelberg sowie Passau aktiv und in Osnabrück, Berlin und Nürnberg in Planung.

Jede Spende zählt. Die Mentoren werden in vier verschiedenen Seminaren ausgebildet. Die Trainer erhalten regelmäßige Weiterbildungen. Das kostet und ist ohne Finanzierung und Spenden nicht möglich. Der Verein Chancen gestalten wurde Hauptgewinner des ersten Zuschussfonds für Social Startups. Die Jury sieht Chancen gestalten als ein wirkungsorientiertes soziales Unternehmen.

(Autorin: Natascha Grochowski)

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