Das Social Startup Bonsum sichert sich Finanzierung

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12.01.2016 – Nachhaltig einkaufen – das ist oft leichter gesagt als getan. Die Nachfrage nach Bio- und Fair-Trade-Produkten steigt stetig. Doch der viel beschworene „Bio-Boom“ hat aus dem Markt für nachhaltige Produkte einen Dschungel aus als „nachhaltig“, „öko“ und „fair“ angepriesenen Produkte gemacht. Ein Ausweg aus diesem Dschungel bietet Bonsum mit seiner Suchmaschine für nachhaltiges Online-Shopping.

Bonsum schafft mit seiner Internetseite einen Überblick über den oft unübersichtlichen Markt nachhaltiger Produkte und belohnt seine Konsumenten mit Bonuspunkten für den verantwortungsvollen Einkauf. Gleichzeitig vermarktet es nachhaltige Produkte und hilft dadurch, diese Online-Shops erfolgreicher zu machen.

Nachhaltigen Konsum fördern

Gegründet wurde Bonsum Anfang 2014 von Michael Weber, Frederik Betz und Massimiliano Marcon, mit dem Ziel nachhaltigen Konsum zu fördern. Das Startup aus Berlin vereinfacht den Zugang zu nachhaltigen Anbietern und schafft mit der Vergabe von Bonuspunkten einen Anreiz, regelmäßig nachhaltige Produkte zu kaufen. Mit jedem Einkauf bei einem der Partnershops werden dem kundeneigenen Konto „Bonets“ gutgeschrieben, welche dann genutzt werden können, um sie als Gutschein für den nächsten Einkauf zu nutzen, einer der sozialen Partnerorganisationen (z.B. PETA oder Caritas) zu spenden oder Bäume zu pflanzen. Der Kunde kann dabei selbst entscheiden, wofür er seine Bonuspunkte verwendet.

Über die Internetseite von Bonsum lassen sich zahlreiche Anbieter nachhaltiger Produkte aufrufen, die Kriterien, wie „biologisch“, „fair“, „CO2-neutral“ oder auch „recycelt“erfüllen. Aktuell zählt das Online-Bonusprogramm 110 nachhaltigen Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und UK. Von Bio Lebensmittel über recycelte Kleidung, natürliche Kosmetika, Naturbettwaren bis hin zu Ökostrom – die Partner von Bonsum erstrecken sich über viele Branchen und Produkte.
In Zukunft soll dieses Bonussystem auch vermehrt offline angeboten werden. Bisher konnte das Unternehmen zwei Upcycling Unternehmen in Berlin gewinnen. Weitere Einzelhändler sollen folgen.

Erfolgreicher Abschluss der ersten Finanzierungsrunde

Erst im Oktober gab Bonsum seine Finanzierung durch die Seriengründerin und Ashoka Fellow Jeroo Billimoria bekannt. Damit sicherte sich das junge Startup die nötigen Mittel, um sein Ziel, das Bonusprogramm noch in diesem Jahr im stationären Einzelhandel zu etablieren, in die Tat umzusetzen. Doch die Investorin bringt darüber hinaus noch einiges mehr mit; dazu zählen unter anderem ihre Expertise im Bereich Sozialunternehmertum sowie ihre Erfahrungen in der Skalierung und Internationalisierung derselben. Jeroo Billimoria, die seit 1998 zu den Ashoka Fellows zählt, gründete bereits mehrere erfolgreiche Sozialunternehmen und möchte nun auch Bonsum, das die Bewegung für nachhaltigen Konsum in Deutschland anführt, unterstützen.

(Autorin: Tamara Schiek)

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