Biomimicry – Inspiriert von tropischen Schmetterlingen

15.02.2017 – Biomimicry versteht sich als die Innovationsmethode der Zukunft. Sie nimmt sich die Natur als Vorbild und lässt sich von ihr zu nachhaltigen und effizienten Lösungen inspirieren.

Dabei darf es aber nicht mit Bionik verwechselt werden. Bionik beschäftigt sich mit technologischen Einzellösungen, wie zum Beispiel dem Lotus-Effekt. Wasser perlt in Tropfen ab und nimmt dabei auch alle Schmutzpartikel auf der Oberfläche mit. Biomimicry hingegeben berücksichtigt ganze Systeme. Das ist unerlässlich zum Beispiel bei der Abfallvermeidung oder der Gestaltung von Verkehrssystemen. Mit dem Aufkommen von autonom-fahrenden Elektroautos wird es neuer Lösungen bedürfen. Warum nicht die Natur, genauer die Organisation von Schwärmen als Vorbild nehmen?

Second Nature – Das deutsche Biomimicry Netzwerk

Biomimicry soll nicht nur Lösungen für technologische Probleme sondern auch für gesellschaftliche und organisatorische Herausforderungen anregen. In diesem Zusammenhang fand am 6/7 November in Berlin im Rahmen der Science Week das erste Symposium Second Nature statt. Zwei Tage diskutierten Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen Lösungen für komplexe Probleme. Mit dem Ergebnis, an der Umsetzung verschiedener Ansätze in thematischen Arbeitsgruppen zu Biomaterialien, Stadt und Architektur sowie bio-inspirierte Leadership konkret weiterzuarbeiten.

Biomimicry Deutschland ist Teil eines globalen Netzwerkes (mehr dazu hier). Die Mitglieder haben einen „Think and Do Tank“ gebildet, welcher Experten aus verschiedensten Disziplinen wie Ingenieurswissenschaften, Wirtschaft, Ökologie, Sozialwissenschaften oder Design mit dem Ziel zusammenbringt, nachhaltige Konzepte und Innovationen für Organisationen und die Gesellschaft zu entwickeln (mehr dazu hier) . Besonders IT-Unternehmen und Start-ups sind an dem Ansatz interessiert, da in diesen Bereichen die Komplexität groß und die Geschwindigkeit von Veränderungen hoch ist. „Natur ist schick. Nicht nur auf dem Teller, sondern auch beim Denken“ (Zitat: Tagesspiegel)

(Autorin: Patricia Lauko)

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