VivaGeneration e.V. baut ein Dorf in der Wüste für Flüchtlinge

Rosemarie Buchner und Fabian Elleder

31.01.2018 – Der Verein VivaGeneration e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Flüchtlingen und Armen eine lebenswerte Existenz in ihrer vorigen Heimat zu ermöglichen. Dafür bauen sie ein ganzes Dorf mit einer Grundfläche von 3.000ha auf – und das in der Wüste! Fabian Elleder sprach darüber mit Rosemarie Buchner.

Frau Buchner, wie sind Sie zu diesem Projekt gekommen?

Eigentlich hatte ich erst ein Jugendprojekt auf dem Tempelhofer Feld in Berlin im Blick. Durch das Bürgerbegehren war dies nicht mehr möglich. Zu dieser Zeit war die große Zahl der Flüchtlinge in München ein wichtiges Thema. Ich entwickelte ein Projekt, um die Zustände in den Flüchtlingslagern in den Wüstengebieten zu verbessern. Durch Zufall lernte ich den koptischen Bischof Thomas aus Oberägypten kennen, der die gleiche Idee hatte. Die koptische Kirche dort besitzt bereits ein Gelände von 3000ha Wüste. Auf diesem könnte eine Siedlung für 1.500 bis 2.000 Arme und Flüchtlinge entstehen.

Wieso glauben Sie an diesem ägyptischen Projekt mitarbeiten zu können?

Für mich macht es Sinn, technischen Transfer aus Europa nach Afrika zu bringen. Wichtig ist für mich, dass Menschen in Arbeit und Brot kommen, leben können und nicht ihre Heimat verlassen müssen.

Können die Menschen dort Geld verdienen?

Das Konzept ist darauf angelegt. Es ist nicht geplant, dass alle Menschen dort dauerhaft leben, sondern eine Ausbildung in verschiedenen Berufen machen und Geld in kleinen Handwerksbetrieben verdienen können.

Können Flüchtlinge überhaupt nach Ägypten einreisen?

Im Augenblick sicher nicht. Es gibt genug arme Menschen in Ägypten, denen in dem Projekt geholfen werden kann. Wenn es gelingt, kann dieses Vorhaben ein Prototyp für viele Wüstengebiete werden.

Welcher Zielgruppe, außer Armen wird dieses Projekt noch nützen?

Aktuell gibt es viele verfolgte Christen in muslimischen Ländern.

Frau Buchner, vielen Dank. Wir hoffen, dass Sie mit dem Projekt Erfolg haben.

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Auf EcoCrowd läuft derzeit ein Crowdfunding zu dem Projekt: Ein Brunnen für Anafora Too

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